„I had the time of my life“- Vietnam on a shoestring

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Backstreet Boys, enge Nachtzüge, Streetfood- Crawl, Beachvolleyball an einsamen Stränden, Fahrradfahren durch die Reisfelder,  Streifzüge durch Hoi Ans Bars, Cocktails aus dem „Bucket“, Schlafentzug und Bauchmuskeln vom Lachen.

Im November schickten wir eine unserer Kundinnen mit dem Veranstalter G- Adventures nach  Vietnam. Sie war das erste Mal alleine auf Reisen. Die Philosophie des Veranstalters ist: Einfaches, günstiges Reisen nah am Land, viel Freizeit und optionale Aktivitäten, Altersgrenze 18- 39 Jahre, internationale Kleingruppen. Hier teilt sie ihre einzigartige Erfahrung mit Euch.

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Farbenfrohe Lampinons

 

„ I had the time of my life“

„Hi, my name is Pi. Like American Pie, Life of Pi, Appel Pie. I am your guide.“ Nach gefühlten 1000 Stunden unterwegs lässt die Anspannung nun etwas nach und ich muss grinsen. Die Gruppe ist geteilt, einige der Mitreisenden waren bereits zusammen in Kambodscha unterwegs, alle gehen aber auf die Neuen freundlich zu. Nach der Vorstellungsrunde stelle ich fest, dass doch 80% englische Muttersprachler sind. Allesamt Alleinreisende wie ich, zwischen 23 und 38 Jahren alt.

Dann ging es los. Nachtzug… Enge Gänge und kleine, sehr einfache Schlafwagons. Die Klimaanlage lässt sich nicht einstellen. Es gibt zwar noch eine komfortablere Touristen- Klasse im Zug, aber wir wollen ja günstig und unter dem Motto „yolo“ reisen.

Die Müdigkeit ist schnell weggeblasen, als wir am nächsten Morgen an einem einsamen Strand ankommen Hier können wir erst einmal relaxen. Wir spielen Fußball und die Jungs bauen ein Beachvolleyballfeld.

Für die zweite Runde Nachtzug sind wir dann ausgerüstet. Lange Hose, Schal, Pulli und Bier. Einen Lautsprecher und laute Musik. Zu zwölft im Abteil, jeweils 5 Leute auf einem Bett sitzend und der Rest steht in der Tür. Eine Sprache: Musik! Und wir singen zu Bon Jovi und den Backstreet Boys um die Wette. Diese Nacht bekommen wir nicht viel Schlaf, dafür Bachmuskeln vom Lachen.
In Hoi An sind wir hin und weg von dem kleinen aber feinen Städtchen der Laternen. Wir lernen wie man Reisnudeln herstellt und machen erste Erfahrungen mit dem „Bucket“, „buy one, get one free….“ Tanzen bis zur Sperrstunde und dann ein gemütlicher Spaziergang (Vorsicht Ratten!) zum Hotel.

Der nächste Tag wird sportlich, auf dem Fahrrad machen wir die Reisfelder unsicher und abends unsere eigenen Frühlingsrollen. Am nächsten Morgen geht es mit dem Bus durch die Reisfelder weiter nach Hue. Die Ausblicke und der Ausflug zur verbotenen Stadt sind sagenhaft, auch wenn es regnet. Abends zurück im Hotel freunden wir uns mit unserem neuen Mitbewohner dem Gekko an und schlafen friedlich.
Am nächsten Tag  geht es bereits mittags um drei mit dem nächsten Nachtzug weiter nach Hanoi. Nachdem Pi den Gruppenteil „begeisterte Partymeute“ in einen Wagon gesteckt hat und den ruhigen Teil in einen anderen, zaubert er eisgekühlte Getränke aus einer Kühlbox hervor. Mit einer Stunde Verspätung geht es los. In dieser Nacht lerne ich wie Skatkarten auf Englisch heißen und wie viele Augen „one frog“ hat. Am nächsten Morgen sind wir froh, dass der Zug dieses Mal zwei Stunden Verspätung hat und wir nicht um vier aufstehen müssen.

Trotzdem ist sechs Uhr nach einer solchen Nacht definitiv zu früh und so schlafen die meisten im Bus von Hanoi in die Halong Bucht. Die Bootstour verzaubert uns und die Kajaktour macht sehr viel Spaß, der Sonnenuntergang unterstreicht das malerische Bild.
Am nächsten Tag geht es los zur letzten Station der Reise: Hanoi. Ein besonderer Tag für mich, denn ich habe Geburtstag. Wir kommen wir in einem sehr kleinen aber feinen Stadthotel in Hanoi an und erkunden die Stadt. Nach dem Einchecken und dem Frischmachen geht es dann auch schon zum Abendprogramm, Station Nummer eins: Streetfood Crawl. Pi führt uns quer durch die Stadt zu Straßenhändler, die ihr Essen direkt auf der Straße zubereiten (Hmmm lecker!) und zeigt uns einen Platz an dem wir frisch gezapftes Bier für 20Cent pro Glas bekommen. Weiter geht’s zum Abendessen.

Nach dem Essen finden wir uns in einer belebten Gasse wieder und auf einmal ist die Luft voll von Glückwünschen, ich bekomme Geschenke und werde in der Menge zur nahegelegenen Bar geführt. Drinnen ist ein extra Stehtisch nur für uns reserviert. Alle tanzen wild durcheinander, bis auf einmal das Happy Birthday Lied kommt und die Barkeeperin mit einer riesigen Torte und Wunderkerzen um die Ecke biegt. Wow, was für ein Anblick. Ich bin sprachlos. Wir feiern bis tief in die Nacht und alle sind dabei.
Der nächste Morgen ist ruhig und manch einer bleibt lieber im Bett liegen. Wir schauen uns Hanoi an, versuchen nicht von den 1 Millionen Rollern überfahren zu werden und toben uns beim Shoppen richtig aus. Der letzte Abend bricht an, und wir verbringen die letzten Stunden mit dem Bucket bis die Bar schließt. Auf dem Weg zurück liegen sich alle in den Armen, die letzten Augenblicke bis die ersten abreisen.
Eine wundervolle Zeit geht zu Ende, ein Abenteuer von dem ich nie zu träumen gewagt hatte und ein Urlaub, den ich wohl nie vergessen werde.

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